Carsharing – ein Trend schwappt über Düssedorf

Das Prinzip ist einfach. Ein Auto steht zur Verfügung, wann und wo immer es benötigt wird. Der Clou an der Sache ist, es ist nicht das eigene, jedoch bezahlen die Nutzer weniger als für ein eigenes Auto.

Kostenersparnis ohne einbußen im Komfort

Bereits 43.000 Menschen in Düsseldorf sind Kunden der Carsharing Angebote und die Tendenz ist steigend. Ein ganz großes Plus des Carsharings ist das kostenlose Parken auf öffentlichen Parkplätzen. Besonders für die jüngere Generation ist diese Art des Autofahrens attraktiv, denn es spart Kosten und sie gehen keine festen Verpflichtungen über einen längeren Zeitraum ein. Viele Düsseldorfer Bürger verzichten auf ein eigenes Fahrzeug und steigen stattdessen auf Carsharing um. Neueste Berechnungen des Verkehrsclub Deutschland (VCD) haben ergeben, das sich ein eigener Pkw nicht mehr lohnt, wenn weniger als 10.000 Kilometer im Jahr damit gefahren werden.

Kooperation mit der Rheinbahn

Beim Carsharing sind sich sogar die Politiker einig. Die Verkehrspolitiker der FDP und CDU fordern die Ausweitung sowie den Umstieg auf Elektro-Autos beim Carsharing. Auch die Rheinbahn integriert sich in das immer weitere Projekt und bastelt derzeit an neuen Kombi-Tickets. Alle Besitzer eines Monatsabos können derzeit für 15 Euro zusätzlich für 90 Minuten einen Car2Go-Wagen buchen. Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher kündigte an, dieses Angebot auszubauen und flexibler zu gestalten. Zurzeit laufen die Preisverhandlungen für die 30 und 60 Minuten Carsharing zum Monatsabo.

Ein Projekt mit wachsender Begeisterung

Der Trend des Carsharing schwappt über Düsseldorf wie eine große Welle mit steigender Tendenz, wie jüngste Überprüfungen ergaben. Das Versuchsprojekt, bei dem die Nutzer auf öffentlichen Parkplätzen kostenlos parken dürfen, mit den Verleihern Drive Now (250 Autos und 25.000 Kunden) und Car2Go (300 Autos und 18.000 Kunden) läuft in Düsseldorf seit zwei Jahren. Der Drive Now Sprecher Michael Fischer ließ verlauten, dass er zufrieden sei und dass die Anbindung nach Köln, wo der Vermieter ebenfalls auf dem Markt vertreten ist, sehr erfolgreich sei. So haben Pendler die Möglichkeit, in Düsseldorf zu starten und in Köln lassen sie den Leihwagen einfach stehen. Seit wenigen Monaten profitieren auch Reisende vom Carsharing, indem sie am Flughafen statt dem Taxi einen Leihwagen nehmen.

Düsseldorf rüstet um

Nun fehlt in Düsseldorf nur noch der Umstieg auf die Elektrofahrzeuge. Zurzeit läuft noch der Test der Elektroautos in München und Berlin. Läuft dies gut, wird laut Andreas Leo von Car2Go entschieden, ob diese auch in Düsseldorf zum Einsatz kommen. Ein entscheidender Faktor ist jedoch die Anzahl der Elektro-Zahpfsäulen, denn bisher ist die Infrastruktur dafür nicht ausgelegt.
Bis Ende 2015 sollen die bisher 40 vorhandenen Elektro-Ladestationen um 30 erweitert werden, erklärten die Stadtwerke. Denn auch Sprecherin Christina Näckel ist vom Fahrkomfort der Elektro-Fahrzeuge begeistert. Diese Aussage wird von Michael Fischer, dem Sprecher von Drive Now bestätigt. In München und Berlin bevorzugen die Kunden mittlerweile die Elektroautos wegen der nicht vorhandenen Fahrgeräusche. Sobald der Startknopf des Elektrowagens gedrückt wird, beginnt für den Fahrer ein ganz neues Fahrerlebnis.