Kfz-Versicherungsschutz beim privaten Carsharing

Ohne Kfz-Versicherung keine Fahrt: Das gilt auch für Carsharing. Bei dem Mietwagen-Modell, auf das in Deutschland immer mehr Autofahrer umsatteln, ist die Frage nach dem Versicherungsschutz durchaus berechtigt. Kommerzielle Anbieter integrieren die Versicherungskosten in den Leihpreis; seit einiger Zeit gibt es aber auch die Möglichkeit des privaten Carsharings auf Online-Plattformen wie tamyca oder Autonetzer – und wie ist die Versicherungsfrage geregelt, wenn zwei Privatpersonen beteiligt sind?

Privatversicherung des Vermieters haftet nicht

Zunächst einmal steht fest: Die private Versicherung eines Fahrzeughalters beinhaltet meist keine fremden Fahrer und kommt auch nicht für von ihnen verursachte Schäden auf. In einem solchen Fall müsste der Mieter die oft immensen Kosten selbst tragen. Solche Schwierigkeiten haben die privaten Carsharing-Plattformen aber bedacht und nehmen den Nutzern die komplizierte Suche nach Zusatzversicherungen ab.

Automatische Zusatzversicherung durch die Carsharing-Plattform

Die Plattform tamyca z.B. sichert ihre Mitglieder in Kooperation mit der R+V Versicherung mit einer Pay-as-you go-Versicherung ab – was bedeutet, dass dem Mieter lediglich für die Zeit der Nutzung Kosten entstehen. Wie hoch diese im Endeffekt sind, ist sowohl von der Leihdauer als auch von der Fahrzeugleistung abhängig. Relevant sind sie aber nur für den Mieter: Der Vermieter muss in puncto Versicherungsschutz nichts bezahlen. Der Versicherungsbeitrag wird zum Mietpreis hinzugerechnet und bietet laut Geschäftsführer Malte Behrendt „das beste Gesamtpaket zu einem sehr attraktiven Preis“. Neben der stets notwendigen Kasko- und Haftpflichtversicherung ist darin auch ein Pannendienst enthalten, der deutschlandweit und bis zu 100 km in die Anrainerstaaten gilt. Doch wie sieht es eigentlich bei einem selbst verursachten Schaden am Mietwagen aus? Hier gilt bei der 2010 von Studenten der RWTH Aachen gegründeten Plattform das Prinzip der Selbstbeteiligung: Zwischen 500 und 1.000 Euro, je nach Wagenbaujahr, können es dann für den Mieter werden.

Sicher unterwegs mit privatem Mietwagen

Für Autofahrer ist eine Kfz-Versicherung ein Muss. Umso angenehmer ist es, dass Plattformen für privates Carsharing ihren Nutzern mit einem automatischen Versicherungsschutz einen großen Aufwand abnehmen, wobei die Kosten natürlich je nach Plattform und Leistungsumfang variieren. Das Erfolgsmodell Carsharing ist nun also auch unter Privatpersonen ohne Schwierigkeiten möglich.