Umfrage bestätigt: Carsharing – ein Konzept, das sich bewährt!

Carsharing hat den Nerv der Zeit getroffen und erobert einen rapide wachsenden Markt. Die Hälfte aller Nutzer eines PKW signalisiert Bereitschaft, den Service örtlicher Carsharing Anbieter in Anspruch zu nehmen. Genauer gesagt: mehr als 60% der Autofahrer, die unter 30 Jahre alt sind und fast der gleiche Prozentsatz der 30-49-Jährigen.
Das zeigte sich im aussagekräftigen Ergebnis einer aktuellen Erhebung vom August 2013 mit Kraftfahrzeugnutzern als Zielgruppe, die vom Branchenverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) in Auftrag gegeben wurde. Darin beantworteten insgesamt 1000 Menschen ab 14 Jahre Fragen zur Thematik, darunter befanden sich 687 Kraftfahrzeugnutzer ab 18 Jahren.
„Car Sharing ist ein exzellentes Beispiel, wie IT-Technologien innovative Geschäftsmodelle in anderen Branchen ermöglichen“, lautete das Resüme von Martina Koederitz, Präsidiumsmitglied des BITKOM.

Dabei können Sie als Kunde im Carsharing hauptsächlich zwischen drei Angebotsformen wählen.
Das konventionelle Carharingmodell basiert auf festen Stationen, wo der Kunde das Auto abholt und nach Gebrauch auch wieder abstellt. Die Nutzungsdauer kann von Minuten bis zu mehreren Wochen variieren. Um das Carsharingangebot in Anspruch nehmen zu können, registrieren Sie sich bei dem Unternehmen und erhalten einen Zugangscode bzw. eine Kundenkarte. Die Struktur des konventionellen Carsharings leitet sich ab vom bewährten Mietwagenkonzept. Das mittlerweile stark expandierte Unternehmen Flinkster mit Standorten in 140 deutschen Städten bietet ein Beispiel für diese Form des Carsharing.

Ein der modernen Flexibilisierung von Kommunikations- und Verkehrswegen entsprechendes Modell des Carsharing bietet größere Unabhängigkeit von festen Standorten und Stationen. Für dieses dynamische Konzept stehen zum Beispiel die Unternehmen DriveNow oder Car2Go.
Dabei werden einfach mit einem App über das Smarphone die in der Nähe stehenden Autos gefunden und können von registrierten Mitgliedern vorgemerkt werden. Der Nutzer kann das Auto nach der Fahrt an beliebigem Standort kostenfrei abstellen. Meist erfolgt die Zahlungsweise nach Abrechnung im Minutentakt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Große Umwege fallen weg, da es sich erübrigt, feste Stationen aufsuchen zu müssen.

Schließlich konnte sich noch eine weitere Carsharingpraxis mit eher privatem Charakter etablieren: In diesem Fall können Interessenten Fahrzeuge von privaten Haltern nutzen, die diese kostenpflichtig verleihen. Meist ist eine Versicherung im Angebot mit enthalten.
In Onlineportalen wie autonetzer.de präsentieren die Anbieter ihr Auto und die Nutzer können den passenden Wagen über regionale Suchoptionen schnell finden.

Der Bundesverband Carsharing gibt an, dass etwa 450.000 Menschen sich als Nutzer am Carsharing beteiligt haben. Dabei waren mehr als 11.000 Autos im Einsatz.
Weiterhin existieren Studien des Deutschen Mobilitätspanels, die bestätigen, dass die eigene private Fahrzeughaltung – auch im Sinne ausschließlicher Selbstnutzung – langfristig abnimmt
Damit korreliert, dass immer weniger jüngere Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren kontinuierlich ausschließlich autofahren, vielmehr weisen sie größere Flexibilität in der Wahl ihrer Verkehrsmittel auf, womit eine wachsende Mobilität einhergeht. Immerhin sank die Rate regelmäßiger PKW-Fahrer seit der Jahrtausendwende um 12 % auf zur Zeit 46 %.
Durchschnittlich war jeder Deutsche pro Tag über einen Zeitraum von 83 Minuten unterwegs und brachte dabei eine Strecke von 41 km hinter sich.